Produktionslogistik: das Material da, wo die Produktion es braucht

Eine Produktion läuft nur so gut wie ihre Produktionslogistik, der Materialfluss dahinter. Die Linie steht, weil ein Teil fehlt, das laut System noch da sein müsste. Halbfertigware wartet irgendwo zwischen zwei Arbeitsgängen, und keiner weiß genau, wo. Und wenn ein Lieferant eine Charge zurückruft, beginnt die Suche, in welchen Fertigprodukten sie steckt.

Diese Seite ist für Hersteller mit eigenem Lager für Rohstoffe, Teile und Fertigware, vom Lebensmittelhersteller bis zum Maschinenbauer. Montage ist im Standard enthalten. Für die Produktion selbst gibt es das kostenpflichtige Modul für die Fertigung, das Manufacturing-Modul.

Aufgaben und typische Probleme der Produktionslogistik

Die Produktionslogistik liegt zwischen Beschaffungslogistik und Distributionslogistik: vom Rohstofflager bis zur Fertigware.

  • Fehlteile fallen an der Linie auf. Nicht vorher, wenn noch Zeit wäre, nachzubestellen.
  • Halbfertigware ist unsichtbar. Sie steht zwischen zwei Stufen, ohne Lagerplatz im System.
  • Verbrauch wird nachträglich gebucht. Was tatsächlich verbraucht wurde, passt nie ganz zur Stückliste.
  • Rückverfolgung endet an der Produktion. Welche Rohstoffcharge in welchem Endprodukt steckt, ist unklar.
  • Mangelhafte Ware kommt in die Produktion. Weil sie vor der Prüfung schon verbaut wurde.

Materialbereitstellung nach Stückliste

Der Kern guter Produktionsversorgung: Wenn ein Produktionsauftrag freigegeben wird, weiß das Lager, welche Teile in welcher Menge wann an welcher Linie gebraucht werden. Mit dem Manufacturing-Modul kommissioniert das Lagerverwaltungssystem diese Teile für die Produktion, und der Mitarbeiter bringt sie gescannt an die Linie. Fehlt etwas, fällt es beim Kommissionieren auf, nicht beim Linienstart.

FIGUR 1Der Materialfluss in der Produktion

Seitlich wischen, um die ganze Abbildung zu sehen.

Charge der Rohstoffe → steckt in Fertigware X → ging an Kunde YROHSTOFFLAGERBEREITSTELLUNGAN DER LINIEPRODUKTIONHALBFERTIGWARE(Zwischenlager)PRODUKTIONStufe 2FERTIGWARENLAGERVERSANDScannerScannerScannerScannerScannerScannerScanner

Wie ein Lagerverwaltungssystem die Produktionslogistik unterstützt

Montage im Standard. Montage auf Auftrag läuft während der Kommissionierung: Die Teile werden nach Stückliste geholt, zusammengebaut und als fertiger Artikel verschickt. Montage auf Lager baut Sets und Baugruppen vorab und bucht sie als eigenen Artikel ein (Kitting). Dafür brauchen Sie kein Zusatzmodul.

Produktion mit dem Manufacturing-Modul. Für die Fertigung selbst gibt es ein kostenpflichtiges Modul, das nicht in der Grundlizenz enthalten ist. Es deckt ab:

  • Material für die Produktion bewegen und kommissionieren
  • den Verbrauch in der Produktion buchen
  • Ware in Arbeit zurückmelden und einlagern
  • Etiketten drucken
  • aus der Produktion zurückmelden, was fertig ist und was an Material übrig bleibt, auf Wunsch gleich mit Etikett
  • Qualitätskontrolle
  • Abfall erfassen
  • die Produktion Schritt für Schritt verfolgen: je nach Ablauf mit Material je Produktionsschritt oder mit Kits, die durch die Produktion laufen
  • Zeiterfassung, als Stundenzettel oder mit Start, Pause, Fortsetzen und Stopp samt Grund; sie gehört zum Manufacturing-Modul und ist kein eigenes Modul

Halbfertigware mit Lagerplatz. Halbfertigware bekommt einen Platz im System, auch wenn es eine Fläche neben der Maschine ist. So weiß jeder, was wo zwischen den Stufen wartet (Lagerplatzverwaltung).

Chargen vom Lieferanten bis zum Kunden. Die Charge der Rohstoffe wird beim Wareneingang erfasst und beim Verbrauch dem Auftrag zugeordnet.

Prüfen vor dem Verbrauch. Neue Ware wird beim Eingang geprüft, mit Foto, wenn nötig, bevor sie zur Produktion freigegeben wird. Die Qualitätskontrolle in der Produktion selbst gehört zum Manufacturing-Modul.

ERP bleibt kaufmännisch. Das ERP plant und bucht, das Lagerverwaltungssystem führt die physische Arbeit aus und meldet zurück. Mehr zur Anbindung an Ihr ERP.

Für Zulieferer der Automobilindustrie: Automotive Logistik. Andere Betriebsmodelle: die passende Branchenlösung für Ihr Lager.

Zwei Fragen zu Ihrem eigenen Betrieb

Wie oft stand Ihre Produktion im letzten Quartal, weil ein Teil fehlte, das laut System da war?

Wenn ein Lieferant eine Charge zurückruft: Wie lange dauert es, bis Sie wissen, welche Fertigware betroffen ist?

Was ist Produktionslogistik?
Produktionslogistik umfasst alles, was Material zur Produktion bringt und Fertigware wieder abholt: Wareneingang von Rohstoffen und Teilen, Lagerung, Bereitstellung an der Linie, Halbfertigware zwischen den Stufen und die Einlagerung der Fertigware.
Wie stelle ich Material nach Stückliste bereit?
Mit dem Manufacturing-Modul wird das Material für den Produktionsauftrag nach Stückliste kommissioniert, gescannt an die Linie gebracht und als Verbrauch gebucht. Je nach Ablauf kommt es je Produktionsschritt oder als Kit, das durch die Produktion läuft.
Kann ich eine Charge vom Lieferanten bis zum Kunden verfolgen?
Ja, wenn die Charge der Rohstoffe beim Wareneingang erfasst und beim Verbrauch dem Produktionsauftrag zugeordnet wird. Dann ist klar, in welcher Fertigware sie steckt und an wen diese ging.
Ist Produktion im Standard enthalten?
Montage ist Standard: Montage auf Auftrag läuft während der Kommissionierung, Montage auf Lager als eigener Ablauf. Die Produktion selbst, mit Materialfluss, Verbrauch, Rückmeldung, Qualitätskontrolle und Zeiterfassung, läuft über das kostenpflichtige Manufacturing-Modul. Es ist nicht in der Grundlizenz enthalten.
Warum ist Produktionslogistik wichtig?
Weil die Linie steht, wenn ein Teil fehlt. Gute Produktionslogistik zeigt Fehlteile schon beim Kommissionieren für die Linie, gibt Halbfertigware einen Lagerplatz und verfolgt Chargen bis zum Kunden.

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